Die LÜBECKER MUSEEN haben wieder geöffnet

Liebe Besucher:innen,

die LÜBECKER MUSEEN haben ihre Türen für Sie geöffnet!

Eintritt ab 17. Mai 2021 nur mit negativem Covid-Testergebnis, Impfnachweis oder Genesennachweis. Eine Übersicht der Testzentren in Lübeck finden Sie hier .

Zu Ihrer eigenen Sicherheit erfolgt eine Kontaktdatenerfassung an der Museumskasse vor Ort. Dafür nutzen wir die Luca-App. Ihre Kontaktdaten können Sie direkt in die App hochladen, oder Sie füllen einfach händisch unseren Kontaktbogen an der Museumskasse aus. 

Beachten Sie bitte auch die dafür notwendigen Hygiene- und Sicherheitsbedingungen.

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Europa

Im Unterschied zu den meisten Museen für Völkerkunde in Deutschland besitzt das Lübecker Museum seit seinen Anfängen eine europäische Sammlung. Objekte aus dem Norden Europas gehören aufgrund der langen Handelsbeziehungen Lübecks zu dieser Region zu den frühesten Stücken. Richard Karutz intensivierte Ende des 19. Jahrhunderts das Sammeln von europäischen - auch deutschen - Objekten, weil er von der unlösbaren Einheit von Völkerkunde und Volkskunde überzeugt war. Gesammelt wurden Objekte, die altertümliche Vorstellungen und Gebräuche darstellten und einfach in der Form waren. Karutz hat Gegenstände aus Europa nicht nur von anderen als Geschenk angenommen oder angekauft, sondern sie immer wieder auf eigenen Reisen zusammengetragen.

Im Sommer 1897 unternahm er seine erste Sammel- und Forschungsreise, die ihn in das Baskenland führte. 1918 reiste er für zwei Monate nach Estland und legte eine eindrucksvolle Sammlung für das Museum an. Bemerkenswert ist zudem eine sehr umfangreiche, hauptsächlich aus Südtirol stammende Sammlung, die Richard Karutz von dem Lehrer und Sammler Karl Wohlgemuth (1867-1933) 1906 erwarb und dem Museum schenkte. Wohlgemut ist bekannt dafür, dass er hauptsächlich aus dem Puster- und Eisacktal volkskundliche Objekte sammelte, die einen künstlerischen Wert hatten.

In den letzten Jahren konnte durch gezielten Ankauf einer kleinen Sammlung rezenter rumänischer Masken die europäische Sammlung bereichert werden; sie umfasst gegenwärtig 2.300 Objekte.