Die LÜBECKER MUSEEN haben wieder geöffnet

Liebe Besucher:innen,

die LÜBECKER MUSEEN haben ihre Türen für Sie geöffnet! Ihnen, liebe Besucher:innen, die sichere Teilhabe an den kulturellen Schätzen der Stadt Lübeck in unseren Museen zu ermöglichen, ist uns ein wichtiges Anliegen. 

Ab Montag (23.08.21) ist der Besuch unserer Museen und Ausstellungen nur für nachweislich getestete, geimpfte oder genesene Personen möglich. Selbsttests dürfen wir nicht anerkennen. Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder unter 7 Jahren sowie minderjährige Schülerinnen und Schüler, die nachweislich regulär zweimal pro Woche in der Schule getestet werden.

Zu Ihrer eigenen Sicherheit erfolgt eine Kontaktdatenerfassung an der Museumskasse vor Ort. Dafür nutzen wir die Luca-App. Ihre Kontaktdaten können Sie direkt in die App hochladen, oder Sie füllen einfach händisch unseren Kontaktbogen an der Museumskasse aus. 

HIer finden Sie alle weiteren für Ihren Besuch notwendigen Hygiene- und Sicherheitsbedingungen.

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Schätze aus Indonesien
Anfang 2020 erhielt die Völkerkundesammlung von dem Architekten Clement Möller seine wertvolle Sammlung von Objekten und historischen Fotografien aus Ostasien. Herr Möller lebte von 1964 bis 1967 in Indonesien und hat sich sehr für den Aufbau des Landes nach Ende der niederländischen Kolonialherrschaft engagiert. Die von ihm gesammelten Objekte veranschaulichen den historischen und kulturellen Reichtum dieses vielfältigen Staates, der sich aus 360 Ethnien zusammensetzt, die verteilt auf mehr als 17.000 Inseln leben. Viele dieser Kulturen haben sich im 20. Jahrhundert dramatisch verändert, wodurch die Sammlung von Herrn Möller und insbesondere seine Fotografien von traditioneller Architektur und des dörflichen Lebens eine umso größere historische Bedeutung erhalten.

Bambuszylinder mit einem unbekannten Text in der Schrift der Batak
Die Batak auf der Insel Sumatra notierten auf Bambus u.a. persönliche Briefe, aber auch Liebesbekundungen und poetische Klagelieder, die bei bestimmten Ritualen verlesen wurden. Der Schrift wurden magische Fähigkeiten zugesprochen und sie diente daher auch für die Produktion von Amuletten und Büchern, in denen die Priester der Batak ihr medizinisches und esoterisches Wissen notierten. Schriftträger dieser Art sind bereits seit 1904 im Besitz der Völkerkundesammlung, müssen aber noch eingehend erforscht werden. Bis in das 19. Jahrhundert beherrschte ein Großteil der männlichen Batak diese Schrift, anteilig also weitaus mehr Menschen als zur gleichen Zeit in Europa lesen und schreiben konnten. Verschiedene Faktoren wie die Eroberungskriege benachbarter islamischer Königreiche, die niederländische Kolonialherrschaft und insbesondere die Verbreitung des Christentums durch die Rheinische Missionsgesellschaft bei den Batak führten Anfang des 20. Jahrhunderts jedoch zu einem Niedergang des traditionellen Glaubens und schließlich auch ihrer Schrift.

Brokattuch der Minangkabau aus Padang, vermutlich Teil einer Frauentracht
Im Gegensatz zu den meist männlich dominierten Gesellschaften der Ede ist die Kultur der Minangkabau matrilinear organisiert. Obwohl sich die meisten Minangkabau zum Islam bekennen, üben Frauen eine einflussreiche Rolle in der Gesellschaft aus. So ist es bis heute vielerorts üblich, dass neuverheiratete Paare in der Familie der Frau leben und dass Landbesitz nur von der Mutter an die Tochter vererbt wird. Auch bei den Hochzeitszeremonien spielen Männer eine geradezu untergeordnete Rolle. Angesichts des großen Interesses an Geschlechterrollen und Frauenrechten haben die Minangkabau viel wissenschaftliches Interesse hervorgerufen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Minangkabau 

Darstellung aus dem Ramayana-Epos aus Bali
Während sich ein Großteil der Bevölkerung Indonesiens heute zum Islam oder dem Christentum bekennt, hat sich auf der Insel Bali der ursprünglich aus Indien stammende Hinduismus als vorherrschende Religion erhalten. Das Ramayana ist neben dem Mahabharata das bedeutendste hinduistische Epos und wurde zwischen 400 v. und 400 n. Chr. niedergeschrieben. Es erzählt die Geschichte des Prinzen Rama, der vom Hof seines Vaters in die Waldeinsamkeit verbannt wird und später Ravana, den Fürsten der Dämonen, besiegt.