Die LÜBECKER MUSEEN haben wieder geöffnet

Liebe Besucher:innen,

die LÜBECKER MUSEEN haben ihre Türen für Sie geöffnet! Ihnen, liebe Besucher:innen, die sichere Teilhabe an den kulturellen Schätzen der Stadt Lübeck in unseren Museen zu ermöglichen, ist uns ein wichtiges Anliegen. 

Ab Montag (23.08.21) ist der Besuch unserer Museen und Ausstellungen nur für nachweislich getestete, geimpfte oder genesene Personen möglich. Selbsttests dürfen wir nicht anerkennen. Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder unter 7 Jahren sowie minderjährige Schülerinnen und Schüler, die nachweislich regulär zweimal pro Woche in der Schule getestet werden.

Zu Ihrer eigenen Sicherheit erfolgt eine Kontaktdatenerfassung an der Museumskasse vor Ort. Dafür nutzen wir die Luca-App. Ihre Kontaktdaten können Sie direkt in die App hochladen, oder Sie füllen einfach händisch unseren Kontaktbogen an der Museumskasse aus. 

HIer finden Sie alle weiteren für Ihren Besuch notwendigen Hygiene- und Sicherheitsbedingungen.

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Rumänien vor hundert Jahren

Drei Romakinder, 1918
Kirche in Strehaia, 1918
Edelreiher in der Dobrudscha, 1918
Brunnen mit Dorfkindern, 1918
Bei der Wäsche, Streheia, 1918
Strehaia, 1918
Adlerpaar, 1918
Erstellung von Passfotos, 1918
Feldarbeiter, 1918

Neben Alben aus Afrika und der Südsee verdient eine Sammlung früher Fotografien aus Rumänien besondere Beachtung. Urheber dieser Kollektion war Dr. Karl Müller, Vater der berühmten Lübecker Künstlerin Alen Müller-Hellwig, der während des Ersten Weltkriegs Leiter des Passamtes in dem von deutschen Truppen besetzten Landesteil war. Neben Gruppenbildern zur behördlichen Erfassung von Einheimischen beauftragte Dr. Müller die ihm unterstellten Fotografen auch mit weiteren Dokumentationen von Land und Leuten. Diese Bilder zeigen etwa Kirchen, die unter der späteren Herrschaft des Kommunismus verfielen oder abgerissen wurden. Ebenso bilden sie die damals noch reichere Tierwelt des Landes und die vorindustrielle Arbeitsweise der Landbevölkerung ab. Sie sparen aber auch - damals wie heute - an den Rand der Gesellschaft gedrängte Menschen wie die Roma nicht aus. Trotz ihres militärischen Kontextes stellen diese Bilder somit bedeutende historische Zeugnisse dar, die hoffentlich auch der Forschung in Rumänien in naher Zukunft zu Gute kommen werden.

In unserem heutigen medialen Zeitalter kommt den Fotosammlungen ethnologischer Museen eine immer größere Bedeutung zu. Unser Bestand ist bisher noch lange nicht weltumspannend, weder für die Zeit vor noch nach 1945, weshalb wir uns auch weiterhin über Schenkungen oder Kopien - bevorzugt in digitaler Form - von historischen Reiseberichten und Fotografien aus Privatbesitz freuen.